Die Gläser
Objektiv(e) oder:
Darfs ein Gläschen mehr sein?
Gehen Sie doch mal in ein Foto-Geschäft und fragen Sie nach den neuesten Gläser. Sie werden einen aufgeschlossenen, respektvollen Verkäufer erleben, der in Ihnen eine Fachmann sieht. Denn die Profis sprechen nicht von Objektiven, sondern von Gläsern.
Grob gesagt Es gibt 3 verschiedene Arten
- Weitwinkel = Möglichst viel aufs Bild, aber alles ist ziemlich klein
- Normal = normal eben, was denn sonst! Tante Frieda, Onkel Alfons und Ihre Frau auf einem Bild
- Tele = ein Detail im Bild herausheben, z.B. eine Portraitaufnahme Ihrer Freundin
Den 3 Bereichen sind sog. Brennweiten zugeordnet (werden im mm gemessen). Hier gilt: je größer die Zahl, desto Tele.
- Weitwinkel = kleiner als 50 mm, so richtig knuffig sind Brennweiten so um die 24 mm
- Normal = 50 mm
- Tele = größer als 50 mm, so richtig interessant werden die Teles so ab 180 mm, ein Supertele, wie es die Sportfotografen benutzen hat 500 mm und mehr und kostet 10.000,- EUR oder mehr.
Ach übrigens eine kleine Schwierigkeit gibt es: die o.g. Zahlen beziehen sich auf analoge Kameras, bei den digitalen, müssen Sie die Brennweite mit einem Faktor multiplizieren, der vom verwendeten Chip abhängt. Den Faktor finden Sie als "Crop-Faktor" in den technischen Daten. Wenn Sie den nicht wissen nehmen Sie näherungsweise 1,5.
D.h. die das 50 mm Objektiv an einer digitalen Spiegelreflex ist dann ein 50 mm * 1,5 = 75 mm Objektiv. Aus diesem Grund wurden die 35 mm Objektive eingeführt, die an einer digitalen Spiegelreflex in etwa einem 50 mm - also einem Normalobjektiv - entsprechen.
So sehr Sie am Kameragehäuse sparen dürfen, so wenig sollten Sie das bei den Gläsern tun. Sie benötigen mindestens 2 Objektive:
- Ein mittelmäßiges kombiniertes Weitwinkel/Normalobjektiv für den die Nicht-Tierfotografie und
- eine sehr gutes leichtes bis mittleres Tele für die Tierfotografie und für Portraits.




